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Biomarker

Alkalische Phosphatase (ALP)

ENAlkaline phosphatase (ALP)

Geprüft von

Die alkalische Phosphatase (ALP) ist eine Hydrolase, die Phosphatgruppen bei alkalischem pH abspaltet und im Serum als Summe von Isoenzymen gemessen wird, die hauptsächlich aus Leber, Knochen, Darm und Plazenta stammen. Erhöhte ALP-Werte weisen am häufigsten auf hepatobiliäre Erkrankungen hin — insbesondere Cholestase — oder auf einen gesteigerten Knochenumbau, wie er bei Morbus Paget, Knochenmetastasen und Hyperparathyreoidismus vorkommt; eine gleichzeitige Erhöhung von GGT (und/oder 5'-Nukleotidase) zusammen mit ALP spricht für eine hepatische und nicht ossäre Ursache, da diese Enzyme nicht von Osteoblasten produziert werden. Niedrige ALP-Werte können auf Hypophosphatasie, Zink- oder Magnesiummangel sowie Hypothyreose hindeuten. Im Kontext der Langlebigkeitsmedizin ist eine dauerhaft erhöhte ALP in epidemiologischen Kohorten unabhängig von einer manifesten Lebererkrankung mit erhöhter Gesamt- und kardiovaskulärer Mortalität assoziiert.

Quellen

  1. Wannamethee SG, Sattar N, Papcosta O, Lennon L, Whincup PH. (2013). Alkaline phosphatase, serum phosphate, and incident cardiovascular disease and total mortality in older men. *Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology*doi:10.1161/ATVBAHA.112.300826