Zurück zum Glossar
Biomarker

DHEA-S

Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEA-S) ist die sulfatierte, langzirkulierende Form von DHEA, wird in der Nebennierenrinde (Zona reticularis) gebildet und dient peripher als Vorstufe für Androgene und Östrogene. Trotz geringer Tagesschwankungen ist die Serumkonzentration deutlich stabiler als bei DHEA selbst, weshalb DHEA-S als klinischer Leitparameter der adrenalen Androgenproduktion gilt. Im jungen Erwachsenenalter erreicht es sein Maximum und fällt mit dem Alter steil ab (Adrenopause); niedrigere Werte sind beobachtungsbasiert mit Frailty, geringerer Knochendichte und eingeschränkter Immunfunktion assoziiert, während DHEA-Supplementierungsstudien für harte Endpunkte weitgehend negativ ausfielen.