Magnesium (Serum)
ENMagnesium (serum)
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Das Serum-Magnesium spiegelt den kleinen zirkulierenden Anteil des Gesamtkörper-Magnesiums wider; rund 99 % sind in Knochen, Muskulatur und Weichgewebe gespeichert, weshalb Serumwerte den intrazellulären Magnesiumstatus nur unzureichend erfassen. Magnesium ist ein essenzieller Kofaktor für Hunderte von Enzymreaktionen — darunter ATP-Synthese und DNA-Reparatur — und wirkt als physiologischer Kalziumkanalantagonist bei der neuromuskulären Übertragung und dem Herzrhythmus. Hypomagnesiämie (in der Regel unter 0,75 mmol/l) ist mit Herzrhythmusstörungen, neuromuskulärer Übererregbarkeit, Insulinresistenz und verstärkter Gefäßkalzifizierung assoziiert und tritt häufig bei Typ-2-Diabetes, chronischem Alkoholkonsum sowie unter Langzeittherapie mit Protonenpumpenhemmern oder Schleifendiuretika auf. Epidemiologische Daten verknüpfen niedrige habituelle Magnesiumzufuhr und niedrige Serumwerte mit erhöhter Gesamtmortalität und beschleunigtem biologischen Altern.
Quellen
- Volpe SL. (2013). Magnesium in disease prevention and overall health. *Advances in Nutrition*doi:10.3945/an.112.003483
- Qu X, Jin F, Hao Y, Li H, Tang T, Wang H, et al.. (2013). Magnesium and the risk of cardiovascular events: a meta-analysis of prospective cohort studies. *PLoS ONE*doi:10.1371/journal.pone.0057720
