MASLD (Metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung)
ENMASLD (metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease)
Geprüft von Maurice Lichtenberg
MASLD (Metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung) ist die 2023 vereinbarte Reklassifikation der früheren nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD), beschlossen von führenden hepatologischen Fachgesellschaften wie EASL, AASLD und ALEH. Die neue Nomenklatur wechselt von Ausschluss- (Alkoholausschluss) zu Einschlusskriterien: Eine Steatose in Bildgebung oder Biopsie muss mit mindestens einem von fünf kardiometabolischen Risikofaktoren koexistieren (Übergewicht/Adipositas, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes, erhöhter Blutdruck, erhöhte Triglyceride oder erniedrigtes HDL), was den metabolischen Hintergrund der Erkrankung abbildet. Patienten, die die definierten Alkoholgrenzen überschreiten, aber auch die kardiometabolischen Kriterien erfüllen, werden als MetALD klassifiziert. Das histologische Spektrum reicht von einfacher Steatose über metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH, früher NASH) bis zu Fibrose, Zirrhose und hepatozellulärem Karzinom. MASLD betrifft schätzungsweise 25–32 % der Erwachsenen weltweit und ist in den USA und mehreren anderen Hocheinkommensländern eine führende Ursache für die Aufnahme auf die Lebertransplantationsliste.
