Metabolisches Syndrom
ENMetabolic syndrome
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Das metabolische Syndrom ist ein Cluster miteinander verbundener kardiometabolischer Risikofaktoren, die das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitige Mortalität erheblich erhöhen. Die am weitesten verbreiteten Diagnosekriterien sind die der International Diabetes Federation (IDF) sowie die harmonisierte gemeinsame wissenschaftliche Stellungnahme (IDF/AHA/NHLBI, 2009), die das Vorliegen von mindestens drei der fünf Komponenten fordern: erhöhter Taillenumfang (mit ethnisch spezifischen Schwellenwerten), erhöhte Nüchterntriglyceride (≥150 mg/dl), erniedrigtes HDL-Cholesterin (<40 mg/dl bei Männern, <50 mg/dl bei Frauen), erhöhter Blutdruck (≥130/85 mmHg) und erhöhter Nüchternblutzucker (≥100 mg/dl). Insulinresistenz und abdominelle Adipositas gelten als zentrale Treiber. Die Prävalenz übersteigt in westlichen Erwachsenenpopulationen 30 % und steigt mit dem Alter, weshalb das metabolische Syndrom ein zentrales Ziel longevity-orientierter Lebensstil- und Pharmakotherapieinterventionen darstellt.
