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Immunsystem

Thymusinvolution

ENThymic involution

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Die Thymusinvolution bezeichnet den mit der Pubertät einsetzenden und sich danach beschleunigenden, progressiven Ersatz des thymischen Epithels durch Fettgewebe, wodurch die Fähigkeit des Organs, naive T-Zellen aus Knochenmarkvorläufern zu erzeugen, stark abnimmt. Im sechsten Lebensjahrzehnt ist die thymische Produktion T-Zell-Rezeptor-diverser naiver T-Zellen auf einen Bruchteil des pubertären Spitzenwerts reduziert, was das Repertoire zur Reaktion auf neue Antigene einschränkt. Verschiedene Strategien zur Thymusregeneration wurden untersucht, darunter die TRIIM-Studie von Fahy und Kollegen, in der eine Kombination aus Wachstumshormon, DHEA und Metformin mit einer partiellen Umkehr des epigenetischen Alters assoziiert war, sowie die Gabe von Interleukin-7 zur Unterstützung der peripheren Homöostase und des Überlebens naiver T-Zellen. Beide Ansätze befinden sich noch im Frühstadium und bedürfen der Bestätigung in größeren Studien, bevor klinische Schlussfolgerungen gezogen werden können.

Quellen

  1. Liang Z, Dong X, Zhang Z, Zhang Q, Zhao Y. (2022). Age-Related Thymic Involution: Mechanisms and Functional Impact. *Aging Cell*doi:10.1111/acel.13671
  2. Heng TSP, Chidgey AP, Boyd RL. (2020). Contributions of Age-Related Thymic Involution to Immunosenescence and Inflammaging. *Immunity & Ageing*doi:10.1186/s12979-020-0173-8