Default Mode Network (DMN)
ENDefault mode network (DMN)
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Das Default Mode Network (DMN) ist ein Verbund anatomisch vernetzter kortikaler und subkortikaler Regionen — darunter medialer präfrontaler Kortex, posteriorer zingulärer Kortex, Precuneus und Gyri angulares — die in Ruhe ko-aktiviert sind und sich bei extern gerichteten Aufgaben deaktivieren, ein Muster, das von Raichle und Kollegen 2001 systematisch beschrieben wurde. Das DMN unterstützt selbstbezogenes Denken, episodischen Gedächtnisabruf, mentale Simulation und soziale Kognition. Im normalen Altern lassen DMN-Konnektivität und aufgabenbezogene Deaktivierung nach, was mit schlechterem episodischem Gedächtnis und geringerer kognitiver Flexibilität korreliert. Bei der Alzheimer-Erkrankung zeigt das DMN in seinen Kernknoten eine überproportionale Amyloid-β-Ablagerung und Atrophie, was mit seiner hohen basalen Stoffwechselaktivität und der engen Kopplung an die interstitiellen Flüssigkeitsdynamiken übereinstimmt, die Aβ im Schlaf entfernen.
Quellen
- Raichle ME, MacLeod AM, Snyder AZ, Powers WJ, Gusnard DA, Shulman GL. (2001). A default mode of brain function. *Proceedings of the National Academy of Sciences*doi:10.1073/pnas.98.2.676
- Raichle ME. (2015). The Brain's Default Mode Network. *Annual Review of Neuroscience*doi:10.1146/annurev-neuro-071013-014030
