Hormesis
Hormesis bezeichnet eine biphasische Dosis-Wirkungs-Beziehung, bei der niedrige oder moderate Stressreize eine adaptive, schützende Antwort auslösen, während hohe Dosen schädlich wirken. Milde Stressoren wie Hitze, Kälte, körperliche Belastung, Fasten oder bestimmte Pflanzenstoffe können in manchen Situationen zelluläre Schutz- und Anpassungswege wie Nrf2, Hitzeschockproteine und AMPK aktivieren, wobei die genaue Antwort von Dosis, Gewebe und Kontext abhängt. In der Altersforschung gilt Hormesis als ein mechanistisches Erklärungsmodell unter mehreren dafür, wie intermittierende Belastungen die Gesundheitsspanne verlängern können.
