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Zellbiologie

Alterung der extrazellulären Matrix (EZM)

ENExtracellular matrix (ECM) aging

Geprüft von

Die extrazelluläre Matrix (EZM) ist das aus Proteinen und Proteoglykanen bestehende Gerüst, das strukturelle Unterstützung bietet und biochemische sowie mechanische Signale an ansässige Zellen weitergibt. Im Alter unterliegt sie einer fortschreitenden Versteifung, Fragmentierung und Zusammensetzungsveränderung, die durch angehäufte Quervernetzungen, Glykationsendprodukte, reduzierten Matrixumsatz sowie eine dysregulierte Balance zwischen Matrixmetalloproteinasen (MMP) und deren Gewebeinhibitoren (TIMP) angetrieben wird. Die Versteifung der EZM verändert die Integrin-vermittelte Mechanosignalgebung, fördert pro-fibrotische TGF-beta-Wege und verstärkt nachweislich den SASP seneszenter Zellen in einer sich selbst verstärkenden Rückkopplungsschleife. Diese Veränderungen beeinträchtigen die Geweberegeneration, schädigen Stammzellnischen und tragen zu Pathologien wie Herzfibrose, Osteoarthritis und altersbedingtem Lungenabbau bei, was die EZM-Integrität zu einem aufkommenden Ziel für Langlebigkeitsinterventionen macht.

Quellen

  1. Rozario & DeSimone. (2010). Extracellular matrix in development and disease. *Developmental Biology*doi:10.1016/j.ydbio.2009.11.017
  2. Wynn & Ramalingam. (2012). The extracellular matrix as a driver of progressive fibrosis. *Journal of Clinical Investigation*doi:10.1172/JCI58554