Zurück zum Glossar
Zellbiologie

NF-κB

Geprüft von

NF-κB (nukleärer Faktor Kappa-Leichtketten-Enhancer aktivierter B-Zellen) ist eine Familie von Transkriptionsfaktoren – bestehend aus den Untereinheiten RelA, RelB, c-Rel, p50 und p52 –, die die Expression Hunderter Gene steuern, die an Entzündung, Immunität, Zellüberleben und Proliferation beteiligt sind. Im kanonischen Weg lösen proinflammatorische Signale wie TNF-α, IL-1β, Lipopolysaccharid oder reaktive Sauerstoffspezies eine IκB-Kinase-vermittelte Degradation inhibitorischer IκB-Proteine aus, woraufhin NF-κB-Dimere in den Zellkern translozieren und Zielgene aktivieren. Die NF-κB-Aktivität steigt im Alter in mehreren Geweben an und gilt als zentraler Treiber von Inflammaging, dem SASP und altersbedingter Immundysregulation; seine Aktivierung ist zudem nachgeschaltet des cGAS-STING-Weges, was die zytosolische DNA-Erkennung mit chronischer Entzündung verbindet.

Quellen

  1. Lawrence T. (2009). NF-κB: a key role in inflammatory diseases. *Journal of Clinical Investigation*doi:10.1172/JCI36682
  2. Pikarsky E, Porat RM, Stein I, et al.. (2004). NF-κB functions as a tumour promoter in inflammation-associated cancer. *Nature*doi:10.1038/nature02924
  3. Hayden MS, Ghosh S. (2012). NF-κB, the first quarter-century: remarkable progress and outstanding questions. *Genes & Development*doi:10.1101/gad.183434.111