Kaliumpräparate senken bei Bluthochdruck die Praxiswerte leicht
Einstufung Moderat — zusammenfassung von 19 Studien mit Losentscheid und 803 Teilnehmenden; die Studien waren meist kurz, typischerweise vier Wochen, und ihre Ergebnisse schwankten stark.
- Design
- Metaanalyse
- Teilnehmende
- 803
- Dauer
- 4 Wochen
- Finanzierung
- —
Kalium zum Einnehmen senkte bei unbehandeltem Bluthochdruck den in der Praxis gemessenen oberen Wert im Schnitt um 5,3 mmHg.
Kalium zum Einnehmen senkte bei Menschen mit unbehandeltem Bluthochdruck die Werte, die in der Arztpraxis gemessen wurden. Der obere Wert sank im Schnitt um 5,3 mmHg, der untere um 4,5 mmHg. Das ist die Einheit, die auch auf jedem Blutdruckmessgerät steht. Gemeint ist Bluthochdruck ohne erkennbare andere Ursache, der noch nicht mit Medikamenten behandelt wurde.
Ein Forschungsteam fasste dafür 19 Studien mit zusammen 803 Erwachsenen zusammen. In jeder entschied das Los, wer Kalium bekam. Die Vergleichsgruppen erhielten ein Scheinpräparat, Kochsalz oder gar nichts. Typischerweise dauerten die Studien vier Wochen. Einige maßen den Blutdruck auch mit einem Gerät, das ihn 24 Stunden lang im Alltag aufzeichnet. Dort fiel die Senkung kleiner aus, beim oberen Wert um 2,8 mmHg.
Nebenwirkungen traten mit Kalium häufiger auf, bei 12,8 Prozent gegenüber 3,2 Prozent. Abbrüche deswegen waren aber selten. Die Ergebnisse der einzelnen Studien schwankten stark, und Messungen über 24 Stunden gab es nur wenige. Ob die Wirkung über Monate anhält und die Einnahme auf Dauer sicher ist, lässt sich aus so kurzen Studien nicht ablesen.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
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