Schmerzmittel ohne Schmerzen: kaum ein Plus beim Sport
Einstufung Moderat — auswertung von 23 Studien, in denen Mittel und Scheinpräparat in zufälliger Reihenfolge getestet wurden; die Belege gelten aber nur als mittelsicher.
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Gängige Schmerzmittel steigerten bei Menschen ohne Schmerzen die sportliche Leistung nur sehr wenig.
Manche Sportlerinnen und Sportler nehmen Schmerzmittel, obwohl ihnen gar nichts wehtut. Sie hoffen, damit mehr leisten zu können. Eine Auswertung von 23 Studien kommt zu einem nüchternen Ergebnis. Die Mittel hatten zwar einen messbaren Effekt, aber er war sehr klein. Die Autoren halten einen echten Leistungsvorteil deshalb für unwahrscheinlich.
In den Studien bekamen dieselben Teilnehmenden einmal das Schmerzmittel und einmal ein Scheinpräparat, in zufälliger Reihenfolge. Getestet wurden unter anderem Aspirin, Ibuprofen, Paracetamol und Tramadol. Paracetamol kam mit 16 Studien am häufigsten vor. Gegen den Schmerz, den die Anstrengung selbst auslöst, fanden die Forschenden keinen klaren Nutzen.
Eine Ausnahme deutete sich an: Beim Radfahren schnitten Teilnehmende mit Tramadol etwas besser ab. Das zeigte sich aber nur in einer Teilauswertung. Die Autoren betonen, dass sich dieser Befund erst unter Alltagsbedingungen und in anderen Sportarten bestätigen muss. Die Sicherheit der Belege insgesamt stufen sie als mittel ein.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
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