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Journal ArticleResearch Support, N.I.H., ExtramuralJAMA network open·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Jahre vor Schlaganfall oder Herzschwäche lässt das Denken nach

Einstufung Vorläufig — vergleich von 1.887 Erkrankten mit 7.548 Gleichaltrigen aus einer Langzeitstudie über elf Jahre; das zeigt einen Zusammenhang, aber keine Ursache.

Design
Fall-Kontroll-Studie
Teilnehmende
9.435
Dauer
11 Jahre
Finanzierung
US National Institute on Aging (NIH)
Kernaussage

Wer später einen Schlaganfall oder eine Herzschwäche bekam, schnitt schon Jahre vorher in Denktests schlechter ab, besonders beim Denktempo.


Dass ein Schlaganfall das Denken beeinträchtigen kann, ist bekannt. Diese Auswertung deutet darauf hin, dass der Abbau oft schon vorher beginnt. Ältere Menschen, die später schwer am Herz-Kreislauf-System erkrankten, schnitten in Denktests 3 bis 8 Jahre davor schlechter ab. Ihre Werte sanken zudem schneller als bei Gleichaltrigen ohne solche Erkrankung.

Grundlage war eine Langzeitstudie mit über 19.000 Menschen aus Australien und den USA, meist ab 70 Jahren. Zu Beginn waren alle herzgesund und ohne Demenz. In elf Jahren gab es 1.934 schwere Ereignisse: Schlaganfall, Herzinfarkt, Klinikaufenthalt wegen Herzschwäche oder Tod am Herzen. Die Forschenden verglichen 1.887 Betroffene mit 7.548 Menschen gleichen Alters, Geschlechts und Bildungsstands. Am frühesten wich das Denktempo ab, etwa acht Jahre vorher.

Beim Merken von Wortlisten zeigte sich kein klarer Unterschied. Auch vor einem nicht tödlichen Herzinfarkt verlief das Denken ähnlich wie bei den Vergleichspersonen. Ob nachlassendes Denken Herzproblemen den Weg bereitet oder beides gemeinsame Wurzeln hat, klärt die Studie nicht. Die Teilnehmenden waren zudem zu Beginn recht gesund.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Ein Mitglied des Teams erhielt außerhalb dieser Arbeit Gelder und Honorare von Pharmafirmen wie Eli Lilly, Eisai und Lundbeck.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.