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Ernährung & Nahrungsergänzung

Sucralose

Sucralose ist ein chloriertes Derivat der Saccharose und in der EU als E 955 zugelassen. Drei Hydroxylgruppen sind durch Chloratome ersetzt. Sucralose süßt rund 600-mal so stark wie Haushaltszucker und liefert keine verwertbare Energie, da der größte Teil der Dosis unresorbiert den Darm passiert. Die EFSA bewertete Sucralose im Februar 2026 neu und behielt den ADI von 15 mg/kg Körpergewicht und Tag bei; die FDA setzt 5 mg/kg an. Ein Genotoxizitätsrisiko sah die EFSA für Sucralose und ihre Verunreinigungen bei den zugelassenen Anwendungen nicht. Zu einer beantragten Ausweitung auf feine Backwaren konnte sie jedoch keine Bewertung abgeben, da die Bildung chlorierter Verbindungen beim Backen unklar bleibt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vertritt seit 2019 und erneut 2026 die Position, sucralosehaltige Lebensmittel nicht über etwa 120 °C zu erhitzen. Längeres Erhitzen führt zu schrittweiser Dechlorierung und kann chlorierte organische Verbindungen erzeugen, darunter Chlorpropanole und dioxinähnliche Stoffe. Unabhängig davon wiesen Schiffman und Kollegen 2023 Sucralose-6-acetat, eine Verunreinigung aus der Herstellung, in In-vitro-Screenings als genotoxisch aus. Es handelte sich um Suchtests, nicht um Humandaten. Die Erhitzungsfrage bleibt offen.

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Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen