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Ernährung & Nahrungsergänzung

Selen

ENSelenium

Selen wird als Aminosäure Selenocystein (die 21. Aminosäure) in Proteine eingebaut und bildet eine eigene Enzymklasse — Selenoproteine, von denen 25 im menschlichen Genom kodiert sind. Zu den wichtigsten zählen die Glutathionperoxidasen (GPx1-GPx4), die reaktive Sauerstoffspezies neutralisieren, und die Thioredoxinreduktasen (TxnRD1-3); drei Iodthyronin-Dejodinasen (DIO1-3) regulieren die T4-zu-T3-Umwandlung. Versorgungsmarker ist die Sättigung von Selenoprotein P (SELENOP) bei Plasmaspiegeln um 110 µg/L — Grundlage der Nordischen Ernährungsempfehlungen 2023 für eine optimale Zufuhr (75-90 µg/Tag). Konsistente Belege zeigen eine U-förmige Dosis-Wirkungs-Beziehung: Ein Mangel (Serumselen unter 90 µg/L) ist mit beschleunigtem epigenetischen Altern nach DunedinPACE und GrimAge in der Berlin Aging Study II assoziiert (Vetter et al. 2025, n=1.568); übermäßige Zufuhr trägt ein eigenständiges Risiko — eine Fall-Kontroll-Studie (Le et al. 2024) fand ein sicheres Fenster von 111-124 µg/Tag. Die SELECT-Studie (Klein et al. 2011, n=35.533) testete 200 µg/Tag L-Selenomethionin bei Männern mit ausreichendem Selenstatus; weder Selen noch Vitamin E senkte die Prostatakrebsinzidenz — Supplementierungsergebnisse bei versorgten Populationen lassen sich nicht aus Mangel-Korrekturdaten extrapolieren.

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Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen